Hingehört

In Zeiten der Corona Pandemie erlebt man viele eher verzweifelte Versuche, wie Musiker im Netz aus ihrem Wohnzimmer ihre Kunst streamen oder in leeren Theatersälen mit Abstandsregeln Schmuzetten aus Operetten zum Besten geben. das ist gut gemeint, Aber gut gemeint ist eben...na, Sie wissen schon.


Alternativ gibt es immer noch professionelle Klassik-CD-Produktionen.

Wir erinnern uns? Die Aufgabe der Radio-Sonfonieorchester war es einst, im Studio ausgefeilte Interpretationen zu erarbeiten, die anders waren, als live Konzerte, nicht grundsätzlich besser oder schlechter, aber eben anders produziert.


Der lettische Komponist Rihards Dubra hat soeben seine 2. Sinfonie mit dem Liepāja Symphony Orchestra eingespielt.

https://open.qobuz.com/album/lebtr4fl0073a

Dubra studierte Musiktheorie und Komposition an der Emils-Darzins-Musikschule und an der lettischen Musikakademie bei Juris Karlsons. 1997 beendete er sein Studium mit einem Masters Abschluss in Komposition. Er war einige Jahre als Organist an der katholischen Kirche Mater Dolorosa in Riga tätig. Er ist einer der Gründer und Leiter der Gruppe Schola Cantorum Riga. Außerdem ist er als Lehrer für Musiktheorie und Komposition an der Musikschule in Jūrmala tätig und seit 1999 Kantor an der katholischen Maria-Magdalenenkirche.


Es ist ein düster-schönes Stück, voller Musikalität, um die man die Letten ja nur immer wieder beneiden kann.

Er selbst sagt dazu:


Um ein Home-Concert-Evening zu vervollkommnen empfehle ich eine neue zweite Einspielung.

Der noch sehr junge Vasily Petrenko (1976 in St.Petersburg geboren) hat mit seinem ehemaligen Haus-Orchester, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, dessen Chefdiigent er von 2006-2013 er war, Edward Elgars Sea Pictures (op.37) (1897–99, hier vertont Elgar die Gedichte mehrerer englischer Dichter sowie ein Gedicht seiner Frau „In Haven“ und The Music Maker (op.69) 1912 komponiert eingespielt. Neben diesem so großartigen Orchester ist es ein besonderer Genuss, die Sängerin Kathryn Rudge und den Royal Philharmonic Choir zu hören. Eine Einspielung mit so großer Ernsthaftigkeit und Präzision, die Elgars Meisterwerke in festlicher Melancholie erstrahlen lassen. Elgar gilt als bedeutender Vertreter der musikalischen Spätromantik. Er wurde vielfach allzu eingeschränkt nur als Pomp and Circumstance-Komponist und Vertreter einer vergangenen imperialen Epoche gesehen. Doch zeigen seine besten Werke einen Tonsetzer von bemerkenswertem musikalischem Empfindungsreichtum. Verdienstvoll ist auch seine Wiederbelebung der Gattung des Oratoriums.

https://open.qobuz.com/album/f10r810v23jqc


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Und wer noch nicht genug hat, dem sei empfohlen, nochmals zum Liepāja Symphony Orchestra zurückzukehren.

Das Klavierkonzert Nr. 3 ist ganz besonders schön.

https://open.qobuz.com/track/47302840

Liepāja Symphony Orchestra,